Bote der Urschweiz, Montag, 16. März 2026
Neun sehr witzige, singende Pinguine
Kultur Brunnen holte mit dem A-cappella-Chor The Singing Pinguins einen absoluten Hit auf die Bühne.
von Josias Clavadetscher
Man kann es auch nach dem Konzert noch nicht genau sagen. Sind sie nun ein unwahrscheinlich stimmstarker, kleiner Männerchor? Oder die Schweizer Ausgabe der legendären Comedian Harmonists, oder Max Raabe mal zehn und auf Englisch? Oder ein Import vom Broadway? Oder einfach sehr lustige Komödianten? Eigentlich sind sie dies alles, gut dosiert und gut abgemischt.
Das Publikum im ausverkauften Waldstätterhof-Saal war auf alle Fälle restlos begeistert von den neun Männern der Singing Pinguins. Üblicherweise sind es zehn, der Senior der Acappella- Gruppe musste aber leider krankheitshalber pausieren. Die neun brachten alles auf die Bühne, a cappella, unverstärkt, live, immer drei- und manchmal sogar vierstimmig. In allen Registern, vor allem auch im Bass, war man sehr stark besetzt.
In zwei Show-Blöcken trugen sie rund 20 Songs vor, die meisten aus den 60er- bis 80er-Jahren und aus dem amerikanischen und britischen Repertoire grosser Sänger, von Sinatra über Sting bis zu den Beach Boys. Die Pinguins kannten da keine Berührungsängste und haben auch locker «Hey Jude» von den Beatles oder «My Girl» von den Temptations auf die Bühne gebracht. Und zweimal erwiesen sie verschmitzt der Heimat die Ehre, mit einem recht dynamisch arrangierten «Luegid vo Bärge und Tal» oder mit einem überaus witzigen Dialekt-Zwischentext zu «Girl I’m Gonna Miss You».
Versierte Komödianten und viele Lacher
Neben der grandiosen A-cappella-Leistung steckte in der Show aber auch sehr viel Komik und Überraschung. Die Moderation wurde von fast allen «Pinguinen » abwechselnd gemacht, mit viel Selbstironie und auch lokalen Anspielungen. Und immer wieder stellte das Publikum fest, dass die im klassischen Frack, in weisser Weste und Hochglanzschuhen steckenden «Pinguine» neben der Freude am Gesang und am Auftritt auch absolut versierte Komödianten sind. Sie genossen zudem spontane Einfälle, über welche der Chor dann selber schmunzeln musste. Sogar Satire gehört zum Programm, wenn der Chor etwa seine Vorbehalte äusserte, ob man den Song «Sweet Sixteen » von Billy Idol zu heutigen Epstein- Zeiten überhaupt noch singen dürfe oder nicht. Die Lösung: Man sang einfach «Sweet Sixty». Immer wieder wurden kleine Choreos eingebaut, sehr dosiert und lustig. Oder es wurde zum Song «What’s Your Name» von Don und Juan eine Schönheit aus dem Saal auf die Bühne geholt, um sie mit dem jüngsten und noch nicht verliebten Sänger zu verkuppeln.
Mehr als 1000 Konzerte
Erstaunlich ist, dass der Grossteil des Publikums die Singing Pinguins bisher gar nicht gekannt hat. Obwohl sie schon seit 1991 auftreten, heute zum festen Wert in der Schweizer Showszene gehören und mehr als 1000 Konzerte absolviert haben. Ein Grossteil davon an Privat- oder Firmenanlässen, was die obige Feststellung etwas erklärt. Und was hoffentlich dazu führt, dass dieser gestylte, grandiose Chor künftig noch mehr auf öffentlichen Bühnen zu hören und erleben sein wird.
The Singing Pinguins – das sind zwölf Männer im besten Alter zwischen 19 und 62 Jahren mit wundervoll geölten Stimmen, Witz, Charme und jeder Menge Freude am Singen.
Die Gruppe bietet Acapella-Gesang gepaart mit unterhaltenden Einlagen und ist beste Medizin für jeden Anlass. Sei es eine Familienfeier, ein VIP- Event oder eine GV, The Singing Pinguins sind ein Garant für ein harmonisches Stimmungshoch.
Seit vielen Jahren gehören The Singing Pinguins zum festen Bestandteil der Schweizer Showszene, wo sie ihren Auftritt an weit über 1000 Konzerten perfektionieren konnten.
«Tatsache ist, solange dort draussen auch nur eine Person steht, die uns zujubelt, ist das für uns Motivation genug, unsere Songs zum Besten zu geben. Okay, das war jetzt ein bisschen pathetisch, aber sie wissen schon
wie’s gemeint ist. Der wahre Grund, weshalb wir in dieser kurzlebigen Zeit auch nach zwei Jahrzehnten noch zusammen singen, ist eine sich stetig erneuernde und unerschütterliche Freundschaft, die uns verbindet.
Und ja, wir brauchen das Geld...»







